Seminar 05 / 06
Exakte Nachkalkulationen: Präzision als Beweismittel in Betriebsprüfung und Finanzverfahren
Eine Kalkulation besitzt weit grössere Evidenz als jede Schätzung.
Dauer
5–6 Stunden
Format
Präsenz oder online, mit Praxisbeispielen, Simulationen und Vergleichsanalysen
Unterlagen
Digitales Workbook, Checklisten, Nachkalkulations-Vorlagen
Teilnahme
2.400 CHF pro Teilnehmer
Seminarsprache
Deutsch
Referent
Luca Gobbo, Forensic Analyst
Worum es geht
Eine Schätzung nach § 162 AO stützt sich auf Annahmen, eine Nachkalkulation auf Belege. Das Seminar vermittelt die Rechenlogik dahinter — von der Beziehung zwischen Menge und Erlös bis zur geschlossenen Kette aus Einkauf, Rezeptur, Produktion und Verkauf. Behandelt werden die Anforderungen an eine Berechnung, die im Verfahren trägt — vollständig, rückführbar, reproduzierbar —, die lückenlose Dokumentation jedes Rechenschritts sowie Fallsimulationen aus Gastronomie und Produktion. Teilnehmer lernen, behördliche Schätzverfahren mit einer eigenen, nachrechenbaren Berechnung zu beantworten.
Inhalte
- Grundlagen und Recht. Der Unterschied zwischen Schätzung nach § 162 AO und Berechnung, die Grenzen behördlicher Prüfroutinen, die Nachkalkulation als Entlastungsinstrument.
- Mathematische Berechnungslogik. Die Gramm-Cent-Relation als Beweisgrösse, vollständige Produktions- und Verbrauchsprozesse, konsistente Mengen-, Kosten- und Erlösketten.
- Qualität und Validierung. Nachvollziehbarkeit, Wiederholbarkeit, Kontrollpunkte und ein durchgängiger Prüfpfad.
- Vergleich zu Schätzverfahren. Wegfall subjektiver Annahmen, variable Verrechnungsschlüssel, nachweisbare Reduktion von Zuschätzungen.
- Praxisbeispiele. Simulationen aus Gastronomie und Produktion, behördliches Ergebnis gegen Nachkalkulation, revisionssichere Argumentation.
- Nutzen für Kanzleien und Unternehmen. Prüfvorsorge, Risikoreduktion, Positionierung im Markt.
Für wen
- Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Fachanwälte für Steuerrecht
- Unternehmer prüfungsintensiver Branchen wie Gastronomie und Produktion
- Fachprüfer, Revisoren, Controller
- Compliance- und Risikoverantwortliche
Was Sie danach können
- Den rechtlichen Unterschied zwischen Schätzung nach § 162 AO und exakter Berechnung darlegen
- Die Beziehung zwischen Menge und Erlös als Beweisgrösse nutzen
- Produktions- und Verbrauchsprozesse lückenlos erfassen
- Konsistente Ketten aus Mengen-, Kosten- und Erlöswerten aufbauen
- Eine Berechnung so führen, dass sie vollständig, rückführbar und reproduzierbar bleibt
- Mit strukturierten Kontrollpunkten Rechenfehler früh auffinden
- Zu jeder Berechnung und Korrektur einen nachvollziehbaren Nachweis führen
- Behördlichen Schätzverfahren eine eigene, belegte Berechnung entgegensetzen
- Darlegen, wie betriebseigene Schlüssel an die Stelle pauschaler Faktoren treten
„Eine Kalkulation besitzt eine weit grössere Evidenz als jede Schätzung. Diesen gesetzlichen Vorsprung nutzen wir — mit Präzision, Transparenz und Intelligenz."
Luca Gobbo
Referent bei
TeleTax · FSB GmbH Fachinstitut für Steuerrecht und Betriebswirtschaft · Kölner AnwaltVerein e.V.